Unsere Firmengeschichte

Gründungsjahre bis 1949

Clemens Rump und Hubert Flerlage legten am 16. November 1920 den Grundstein für das Unternehmen Rump & Flerlage - eine Fabrik zur Herstellung von Pudding- und Cremepulver. Der erfahrene Geschäftsmann Hubert Flerlage hatte das erforderliche Know-how für die Herstellung von Puddingpulver aus fein vermahlenem Stärkemehl, das die Kochzeit der Süßspeise auf wenige Minuten verkürzte. Der jüngere, Clemens Rump, brachte solides kaufmännisches Wissen und ausgeprägte unternehmerische Initiative in die neue Firma ein.

Ihr Betriebskapital: 30.000 Mark. In der Eröffnungsbilanz betrug der Warenbestand: 133 Pfund Kartoffelmehl, 96 Pfund Tapiokamehl, 1 Kilo Vanillin und 2 Kilo Mandelgewürzaroma; die Geschäftsausstattung: eine Abfüllmaschine mit Motor und Zubehör, zwei Treibriemen, zwei Holzgefäße und ein Tisch mit Böcken. Nicht gerade überwältigend, was damals in das kleine Betriebsgebäude an der Oldenburger Straße in Quakenbrück einzog. Doch was den Gründern an Materialien fehlte, machte ihr Idealismus und harte Arbeit mehr als wett.

Beste Qualität zu günstigem Preis, diesen Anspruch sollte auch die Firmen- und Produktmarke widerspiegeln. So entstand aus den Anfangsbuchstaben Ihrer Namen Rump und Flerlage das neue Markenzeichen RUF. Die Qualität ihrer preiswerten Pudding- und Cremepulver, ihr „guter RUF“, eilte ihnen schon bald voraus.

Dennoch waren die Gründerjahre alles andere als leicht. Nach dem Ersten Weltkrieg herrschten hohe Arbeitslosigkeit und Inflation. Im November 1923 waren 1 Billion Papiermark gerade noch eine Mark in Gold wert. Alle waren gezwungen den Pfennig dreimal umzudrehen. Niemand konnte es sich jetzt noch leisten, einen Pudding aus zwölf Eiern, viel Butter und Zucker zu kochen, wie die alten Rezepte es vorschrieben. Auf der anderen Seite sehnten sich die Menschen danach, sich wieder ein wenig zu verwöhnen.

 

Neue Desserts kamen in Mode und in Kochbüchern tauchten immer öfter Rezepte für Pudding auf, die eigentlich keine Puddinge im herkömmlichen Sinne waren: Flammeries aus Stärkepulver und aromatischen Zusätzen wie Vanille oder Schokolade traten ihren Siegeszug durch die Küchen an.

Diese Art Pudding versprach Zukunft. Clemens Rump und Hubert Flerlage hatten den „richtigen Riecher“ für den neuen Trend bewiesen. Doch es gab schon mehrere große Puddingpulver-Hersteller in Deutschland, die eine nicht zu unterschätzende Konkurrenz  für den „guten RUF“ darstellten. Deshalb erfolgte die Warendistribution anfangs nur regional in einem Umkreis bis maximal 50 Kilometern. Die alten Geschäftsbücher geben deutlich Zeugnis von den recht begrenzten Möglichkeiten der Firma in dieser Zeit.

Langsam ging es dann aufwärts. Das Unternehmen wurde solide geführt und konnte sich im bescheidenen Rahmen wettbewerbsmäßig behaupten. Das lag insbesondere an der hohen Qualität der RUF-Produkte, die 1927 mit Gold- und Silbermedaillen auf der Norddeutschen Kochkunst- und Gewerbeausstellung ausgezeichnet wurden.

Im Jahre 1930 zog sich Hubert Flerlage aus der Firma zurück. Clemens Rump zahlte seinen Partner aus.

Die Jahre des Zweiten Weltkrieges wurden zu einer weiteren schweren Belastungsprobe. Das Geheimnis eines guten Puddings sind seine Zutaten – und gerade die gab es nicht. Rohstoffe waren knapp und wurden kontingentiert. Puddingpulver konnte, sofern man es überhaupt bekam, nur über Lebensmittelkarten bezogen werden. Dennoch erlebten 148 Firmen, die Puddingpulver in Deutschland herstellten, das Ende des Krieges und die nachfolgende Währungsreform. Die Jahre der Entbehrung waren vorbei.

1950er

Anfang des Jahrzehnts war der Handel noch geprägt durch viele kleine Geschäfte mit Bedientheke - besser bekannt als Tante-Emma-Läden.

Das änderte sich schlagartig: 1959 erfolgten mehr als 90% des LEH-Umsatzes durch Selbstbedienung. Viele kleine Einzelhändler gaben auf.

Im Jahre 1951 lag der Jahresumsatz noch unter 150.000,- DM. Nur vier Mitarbeiter wurden damals beschäftigt.

Mit dem „Wirtschaftswunder“ setzte langsam auch der Aufschwung für RUF ein. Schon bald reichte das alte Betriebsgebäude nicht mehr aus. In mehreren Abschnitten wurde es erweitert, leistungsfähigere Maschinen installiert. Neue Kontakte zum Handel bahnten sich an und schon bald fuhren Lastwagen kreuz und quer durch Deutschland, um die Regale der gerade erst entstandenen Supermärkte mit Produkten der Marke RUF zu füllen.

1960er

In den 60er Jahren hielt der Erfolg an – der Umsatz verzehnfachte sich!

Aufgrund der zunehmenden Konzentration auf Handelsseite und des verschärften Wettbewerbs schieden viele Puddinghersteller aus. Die Anzahl der Wettbewerber sank.

Nachdem es in den ersten Jahren nach dem Krieg darum ging, „satt zu werden“, verlangten die Verbraucher nun nach hochwertigeren, nicht alltäglichen Produkten. RUF war damit sehr erfolgreich und expandierte. Das Betriebsgebäude wurde nach und nach erweitert und es wurden leistungsfähige Abfüllmaschinen installiert.

 

Das RUF Fabrikationsgebäude 1964. Zu dieser Zeit waren 30 Mitarbeiter mit der Produktion beschäftigt.

1970er

Auch die kommenden Jahre standen im Zeichen kontinuierlichen Wachstums. Das Sortiment wuchs: Feinkostpuddinge, Früchtedesserts, Schnellpuddinge ohne Kochen, Instant-Desserts, Backmischungen, Kuchenglasuren, Backzutaten und viele andere süße Spezialitäten kamen hinzu. Neue Werkhallen, modernste Anlagen und Entwicklungsabteilungen ermöglichten die Anpassung an die ständig steigende Nachfrage. Das Unternehmenskonzept, Qualität zu günstigen Preisen zu bieten, wurde vom Handel und von den Verbrauchern honoriert.

Die Produktion wurde modernisiert, war aber immer noch mit sehr viel manuellem Aufwand verbunden.

Ein neues Logo entstand – markenadäquat und gut lesbar.

1980er

Die Zeichen standen auf Expansion. Neue Sortimente wurden aufgebaut, neue Kunden gewonnen. Der eigene Fuhrpark wurde ausgebaut und lieferte national die Produkte aus.

Ab Anfang 1986 werden natreen-Desserts exklusiv für Deutschland gefertigt und distribuiert. Ein attraktives „low-calorie-Programm“ diätischer Lebensmittel für Diabetiker und alle, die schlank bleiben möchten. Desserts mit mindestens 40% weniger Kalorien als solche, die mit Zucker zubereitet sind. Nationale Gemeinschaftswerbung hat den Slogan: „natreen macht das süße Leben leichter“ zu einem Begriff für ein umfangreiches Sortiment kalorienreduzierter Produkte werden lassen, an dem RUF mit Erfolg partizipiert.

Der Mauerfall und die anschließende  Grenzeröffnung brachten einen Riesen-Umsatzschub für RUF. Die Verbraucher in den neuen  Bundesländern fragten aufgrund der hohen Qualität das gesamte  RUF – Sortiment sehr stark nach. Insbesondere Backzutaten erfuhren eine sehr starke Nachfrage.

Das RUF-Logo wurde neu gestaltet, basierend auf dem  bisherigen Logo,  aber besser lesbar und  prägnanter – und ab jetzt immer in RUF-rot!

1990er

Ein zweiter Standort

1991 erfolgte eine Produktionsstätten-Erweiterung im benachbarten Essen / Oldenburg. Eine Reihe von Verpackungsstationen sowie ein Fertigwarenlager wurden hier installiert und in Betrieb genommen. Ein erheblicher Ausbau wurde in den folgenden Jahren durchgeführt.

Die gesamte Puddingpulver- und Kleinbeutelproduktion erfolgte ab Mitte 1998 in Essen / OL.

Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte verschärfte sich der Wettbewerb zwischen den Puddingpulver-Herstellern immer mehr. So mancher musste aufgeben. Der Fachverband der Back- und Puddingpulverindustrie hatte 1950 immerhin 119 Mitgliedsfirmen, 1995 waren es nur noch 10.

Von allen Puddingpulverherstellern konnte RUF  in den 90er Jahren die beste Entwicklung verzeichnen. Auch die Entwicklung des Exports zeigte steigende Tendenz.

Es wurde kontinuierlich in moderne Abfüll- und Produktionstechnik und in die Weiterbildung der Mitarbeiter  investiert. So erfolgte dann auch 1994 die Zertifizierung nach DIN ISO 9001 als Erster der  Branche.

2000er

 

Konsequent wurde auch in neue und angrenzende Bereiche investiert.  So wurde im Jahre 2000 wurde die erste Raspel-Abfüllanlage in Quakenbrück installiert, wenig später erfolgte die zweite Anlage.

Seitdem wird die Schokoladeflüssig  bei RUF  angeliefert, dann zu Raspeln weiterverarbeitet und anschließend produktschonend verpackt.

 

 

Im Jahre 2001 wurde das gesamte Sortiment neu gestaltet und auch das RUF- Logo wurde modernisiert.

Neue Produkte wurden ins Sortiment aufgenommen: Backmischungen für junge Zielgruppen: Maus-Muffins und Harry Potter Kuchen. Aber auch  Bio-Produkte und Glutenfreie Backmischungen  kamen neu ins Sortiment.

2010 bis heute

Ein kontinuierlicher Aufwärtstrend und stetiges Wachstum prägen weiterhin das Bild der Firma RUF.  Mit mehr als 200 Produkten, die national und international distribuiert werden. Die breite, gut abgestimmte Produktpalette wird dem wachsenden Anspruch nach hohem Genusswert und problemloser Zubereitung jederzeit gerecht. RUF-Erzeugnisse haben eine  starke Position im Wettbewerb   und RUF  ist damit eindeutig die „gute Nummer 2“ im Markt.

In 2014 wurde der gesamte  Verpackungsauftritt der Marke RUF  modernisiert. Seit  September 2014 sind diese neuen Verpackungen im Verkauf.

Und was ist das Erfolgsgeheimnis von RUF?

Die Auswahl der  eingesetzten Rohstoffe und Verpackungsmaterialien erfolgt nach strengen Kriterien, die Fertigungsanlagen zählen heute zu den modernsten und leistungsfähigsten der Branche, viele Produktionsabläufe sind EDV-gesteuert, modernste Analysetechnik und organisatorische Sicherungssysteme  garantieren  eine gleichbleibend hohe Produktqualität – und damals wie heute steht über allem der Grundsatz der Gründerväter „Mache Produkte von bester Qualität und verkaufe sie zu einem günstigen Preis“. Der gute Ruf.

RUF Lebensmittelwerk KG:

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