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Agar-Agar und Agartine – die alternativen Geliermittel

22. September 2021

Tipps

Gelatine ist wohl das bekannteste Geliermittel, welches zum Verdicken und Stabilisieren von Torten, Desserts, aber auch herzhaften Gerichten verwendet wird. Agar-Agar bzw. Agartine erlangen jedoch immer mehr Bekanntheit, da diese Alternativen im Gegensatz zu Gelatine rein pflanzlich sind.

Aber was genau ist Agar-Agar und wie kann es angewendet werden?

Was ist Agar-Agar bzw. Agartine?

In Asien wird Agar-Agar schon seit Jahrhunderten verwendet, bei uns hat das pflanzliche Geliermittel erst in den letzten Jahren die Back- und Kochwelt erobert.

Agar-Agar ist ein rein pflanzliches Geliermittel, das aus Blau- oder Rotalgen gewonnen wird. Für die Gelbildung ist die enthaltene Agarose verantwortlich.

Agartine und Agar Agar sind zudem fast dasselbe, denn Agar Agar ist ein Bestandteil von Agartine. Da die Gelierkraft von Agar Agar bis zu zehn Mal stärker ist als die der Gelatine, wird in den meisten Fällen Agar-Agar mit Maltodextrin vermengt angeboten – wie unsere Agartine. So wird die Dosierung zum Kinderspiel und kann fast wie Gelatine verwendet werden.

Auch wenn Agar-Agar aus Algen gewonnen wird ist es in der abgekühlten Speise komplett farblos, geruchs- und geschmacksneutral. Lediglich beim Kochen verströmt ein typischer Geruch – dieser ist jedoch nur beim Aufkochen wahrnehmbar.

Kuchen Mit Agar Agar

Wann setzt man Gelatine ein und wann Agar-Agar?

Letztlich lässt sich immer frei entscheiden, ob man Gelatine oder Agar-Agar verwendet, denn jedes Rezept kann mit beiden Geliermitteln zubereitet werden.  Da Gelatine ein rein tierisches Produkt ist, sind gelatinehaltige Süßspeisen, Kuchen und Desserts nicht für Veganer und Vegetarier geeignet. Hier kommt Agar-Agar ins Spiel und lässt die Herzen in dem veganen sowie vegetarischen Backstübchen jubeln.

Jedes Rezept lässt sich also mit Gelatine oder Agar-Agar zubereiten, jedoch sind die meisten Rezepte auf die Verwendung von Gelatine ausgelegt. Daher ist es wichtig, das Rezept entsprechend anzupassen, denn das tierische Geliermittel lässt sich nicht ein zu eins durch Agar-Agar ersetzen.

Und wie verwendet man Agar-Agar?

In der Regel ist die Gelierkraft von Agar-Agar bis zu zehn Mal stärker als die der Gelatine. Um die Anwendung und die Dosierung so einfach wie möglich zu gestalten, ist unsere Agartine eine gute Alternative. Die Verwendung könnte einfacher nicht sein:

Ein Päckchen unserer Bio Agartine bzw. unserer Agartine ist ausreichend für 500 ml Flüssigkeit und ersetzt 6 Blatt Gelatine.

In kalten Massen lässt sich Agartine wie folgt anwenden:

Gewöhnlich darf man Geliermittel nicht aufkochen, da sie sonst ihre Gelierkraft verlieren. Agar-Agar bzw. Agartine MUSS unbedingt aufgekocht werden, da sie sonst nicht geliert. Daher den Inhalt des Beutels mit 50-100ml Flüssigkeit (z.B. Wasser, Milch, Sahne, Hafer-, Mandel-, Kokos-, Reismilch etc.) in einem Kochtopf 2 Minuten aufkochen lassen. Anschließend die kalten Zutaten unterrühren und zügig in die entsprechende Form füllen. Bei der Zugabe von geschlagener Sahne (z.B. für Tortenfüllungen) muss die heiße Masse jedoch erst abkühlen, da die Sahne sonst schmilzt.

Für heiße Massen gilt:

Bei heißen Massen ist die Verarbeitung super einfach. Denn die Agartine muss vor dem Aufkochen einfach in die Flüssigkeit gegeben und anschließend mindestens 2 Minuten gekocht werden.