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Hefe – das vielfältige und kraftvolle Backtriebmittel

20. April 2021

Tipps

Was wäre unsere Backwelt nur ohne Hefe? Wir lehnen uns mal weit aus dem Fenster und wagen zu behaupten: Nur halb so schön!

Was gibt es denn Schöneres als ein frisch gebackenes, luftiges Brot, dass gerade den Ofen verlässt? Oder Omas bester Butterkuchen? Oder die sündhaft leckere italienische Pizza, die das Wochenende versüßt? All diese Leckereien würden ohne Hefe nicht auskommen. Schlüssig, denn ohne Hefe auch kein Hefeteig.

Aber was ist Hefe eigentlich und woraus besteht sie?

Hefe ist ein Treib- sowie Gärmittel, dass aus mikroskopisch kleinen einzelligen Pilzen besteht, die sich rasch vermehren – sie sind sogar die kleinsten Pilze der Welt!

Hefe wird zum Backen genutzt, da sie die Fähigkeit besitzt den Teig zum „Gehen“ zu bringen, so dass er schön locker und luftig wird.

Was macht Hefe im Teig genau?

Das Vorgehen von Hefe ist im Wesentlichen einfach erklärt, denn Hefe „isst“ Zucker und während sie den Zucker „verdaut“ entstehen Alkohol und das Gas Kohlendioxid. Durch die absorbierenden Gase der Hefe verteilen sich kleine Bläschen im Teig, so dass dieser sich ausdehnt und schön luftig aufgeht. Aus diesem Grund bedarf ein Hefeteig auch Zucker. Mehl enthält zwar Kohlenhydrate, die durch Enzyme, welche im Mehl selbst und in der Hefe enthalten sind, zu Zucker abgebaut wird, jedoch möchte man seiner Hefe ja gute Bedingungen schaffen.

Zum Aufgehen sind neben genug zu futtern auch ein kuschelig warmes Nest eine Bedingung für Hefe. Denn das Treibmittel mag es kuschelig (im besten Fall um die 30 °C). So vermehrt sich der Hefepilz ganz eifrig und hinterlässt für uns eine wahre Teigwolke.

Frische Hefe oder Trockenhefe?

Na klar ist für einen Hefeteig die wichtigste Zutat die Hefe. Sie sorgt neben dem typischen Geschmack für die nötige Konsistenz und für das Volumen des Teiges. Aber hast du dir schon einmal die Frage gestellt wo der Unterschied zwischen Trockenhefe und frischer Hefe ist, bzw. was besser ist?

Unterschied zwischen Trockenhefe und frischer Hefe

Backhefe wird unterschieden in Trockenhefe und frische Hefe, aber bei beiden handelt es sich um dieselben Hefestämme. Beide funktionieren gleich und erfüllen denselben Zweck – sie wandeln Zucker und Stärke um in Kohlendioxid, so dass der Teig aufgeht.

Frische Hefe ist eine Mischung aus Hefe und Wasser, welche zu einem krümeligen, aber festen Block geformt wird. Sie besteht zu etwa 70 Prozent aus Wasser und ist daher im Kühlregal des Supermarkts zu finden. Im Gegensatz enthält Trockenhefe nur noch 5 Prozent Restfeuchtigkeit.

Trockenhefe ist letztlich genau dasselbe wie frische Hefe, sie wurde lediglich dehydriert und gemahlen.

Während frische Hefe im Kühlregal maximal zwei Wochen gelagert werden kann, ist Trockenhefe mehrere Monate bei Raumtemperatur haltbar. Bei Trockenhefe wurden durch die Dehydrierung die Pilzkulturen inaktiviert und werden erst durch erneute Flüssigkeitszugabe reaktiviert.

Ist Hefe denn vegan?

Wenn zunächst davon gesprochen wird, dass Hefen einzellige Lebewesen sind, mag manch einer hellhörig werden, der sich mit der veganen Ernährung auseinandersetzt.

Da Hefen zu den Pilzen gehören, welche neben Pflanzen und Tieren eine eigenständige biologische Klassifikation darstellen, ist diese Frage einfach zu beantworten: Ja, Hefe ist vegan!

Hefen werden nicht unter den tierischen Produkten eingeordnet, weshalb auch jeder Veganer ohne Bedenken Produkte mit Hefe konsumieren kann.

Darüber hinaus ist Backhefe übrigens auch glutenfrei. Denn Hefe wird in der Regel auf Basis von Melasse kultiviert, welche ein Nebenprodukt der Zuckerproduktion ist.

RUF Hefeprodukte

Ohne Hefe backen, ist das möglich?

Auch wenn das Backen ohne Hefe vielleicht nur halb so schön ist, lässt sich Hefe durch andere Back-Triebmittel ersetzen.

Du möchtest ohne Hefe backen? Dann lies doch gerne unseren nächsten Beitrag, wie du Hefe ganz einfach ersetzen kannst!

Hefe ersetzen