Kokosblütenzucker: Wie gesund ist der Zuckerersatz wirklich?

Kokosblütenzucker

Die Nachfrage nach Alternativen zu herkömmlichem Zucker steigt. Eine von vielen Zuckeralternativen ist der Kokosblütenzucker. Dem Zuckerersatz aus den Blüten der Kokospalme eilt der Ruf voraus eine besonders gesunde Alternative zu raffiniertem Zucker zu sein. Ist Kokosblütenzucker gesünder als raffinierter Zucker?

Was ist Kokosblütenzucker?

Kokosblütenzucker findet sich seit einigen Jahren in den Regalen in jedem gut sortierten Supermarkt und ist in den heimischen Küchen mittlerweile weit verbreitet. Vor allem zum Süßen von Desserts oder beim Backen von Kuchen und Torten wird der vermeintlich gesunde Zuckerersatz gerne verwendet. 

Der hierzulande erhältliche Kokosblütenzucker wird oft auch als Palmzucker bezeichnet. Grund dafür ist, dass die Zuckeralternative aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt wird. Palmen, vor allem die Nipapalme oder Palmyrapalme, wachsen in Regionen mit tropischem Klima, sodass der Kokoszucker recht lange Transportwege hat. In diesen Ländern wird Kokosblütenzucker hergestellt: 

  • Afrika
  • Karibik
  • Sri Lanka
  • Indien
  • Pakistan 
  • Südostasien 

Der in Deutschland erhältliche Kokoszucker stammt dabei allerdings meist aus Südostasien. Dort ist der Zuckerersatz schon seit langer Zeit ein willkommenes Süßungsmittel. Je nach Anbauregion können sich die Farbe und der Geschmack des Palmzuckers unterscheiden. Während der Kokoszucker aus Indien oder Pakistan im Geschmack intensiv ist und eine dunklere Färbung aufweist, ist das Produkt aus Südostasien meist heller und feiner im Geschmack.

Herstellung von Kokosblütenzucker

Hergestellt wird der Kokoszucker also aus dem Nektar der Palme. Doch von der Ernte bis in die heimischen Supermärkte ist es ein weiter Weg.

Anders als bei der Produktion von raffiniertem Zucker, erfolgt die Ernte und Herstellung von Kokosblütenzucker in den genannten Ländern in mühevoller Handarbeit auf kultivierten Kokospalmplantagen. 

Der Rohstoff wird also aus dem Nektar der Palme gewonnen. In der Krone der Palme wachsen in der Regel die Kokosnüsse. Bindet man die Blüten allerdings ab und schneidet sie an, so läuft aus ihnen der klare und süße Nektar der Kokospalme heraus. Pro Tag kann man einer einzigen Palme bis zu vier Liter des Nektars entnehmen und daraus anschließend etwa 1 kg Kokosblütenzucker herstellen. Der Nektar wird direkt nach der Ernte weiterverarbeitet, um das Gären des Saftes zu verhindern. 

Durch Einkochen und Trocknen wird das Produkt soweit vorbereitet, dass die Masse im letzten Schritt der Herstellung gemahlen werden kann. Nach dem Mahlen liegt dann ein feine, braune Streusüße vor: Der Kokosblütenzucker.

Kokosblütenzucker vs Zucker?: Ein Vergleich

Gerade der Vergleich zu normalem Zucker verrät mehr über die Eigenschaften des Kokosblütenzucker. Wie steht es um Nährstoffe, Kalorien und den glykämischen Index? 

Wie nährstoffreich ist Kokosblütenzucker?

Vergleicht man Kokosblütenzucker mit normalem, weißem Zucker, so zeigt sich, dass der Zuckerersatz aus Südostasien einige Mikronährstoffe enthält. Neben Inulin, ein Ballaststoff der eine gesunde Darmflora fördert, enthält die Streusüße auch Eisen, Kalium sowie Zink.

Dennoch ist der Gehalt der genannten Mikronährstoffe insgesamt eher gering, vergleicht man das Vorkommen mit den Nährstoffen in Obst oder Vollkorn. Um die gleiche Menge der Nährstoffe aufzunehmen, müsste eine riesige Menge Kokosblütenzucker konsumiert werden. Das wiederum wäre eher gesundheitsschädlich als fördernd. Außerdem ist auch der vermeintlich gesunde Zuckerersatz eine wahre Kalorienbombe.

  • 100 g Kokosblütenzucker haben etwa 380 kcal
  • Normaler weißer Zucker liegt bei etwa 400 kcal pro 100 g

Die Vor- und Nachteile von Kokosblütenzucker

Alternative für die vegane Küche

Gerade für die vegane Küche kann der Kokosblütenzucker ein tolles Produkt sein. Nun könnte man ja meinen, dass auch herkömmlicher Raffinadezucker vegan sein muss, wird er doch schließlich aus Zuckerrübe oder Zuckerrohr hergestellt. Während der Herstellung wird allerdings oft Tierkohle als Filterstoff verwendet. Bei der Herstellung von Kokoszucker wird darauf allerdings verzichtet. 

Niedriger glykämischer Index

Der glykämische Index von Kokosblütenzucker ist im Vergleich zu normalem Haushaltszucker etwas geringer. Während der glykämische Index  (GI) von Kokoszucker bei 54 liegt, hat herkömmlicher raffinierter Zucker einen glykämischen Index von 60. 

Kokosblütenzucker: Das müssen Diabetiker wissen

Auch wenn der glykämische Index von Kokoszucker etwas niedriger ist, müssen Diabetiker leider auch bei Kokosblütenzucker darauf achten ihn nur in kleinen Mengen zu verzehren. Zwar steigt der Blutzuckerspiegel im Vergleich zu normalen Zucker etwas langsamer, dennoch ist Kokosblütenzucker kein Ersatz für raffinierten Zucker.

Kochen und Backen mit Kokosblütenzucker: So gelingt es

Wie kannst du deine Lieblingsrezepte backen und dabei Zucker durch Kokosblütenzucker ersetzen? Das ist leichter als gedacht. Grundsätzlich eignet sich Kokosblütenzucker geschmacklich hervorragend zum Backen oder zum Süßen von Desserts oder hausgemachten Eistees oder Limonaden. Der Geschmack ist nämlich angenehm malzig und erinnert an Karamell. Gerade für nussige, schokoladige oder weihnachtliche Rezepte kann der Kokosblütenzucker eine tolle aromatische Ergänzung sein. Eine ganz besondere Note verleiht auch der Bio Kokosblütenzucker mit Tonka. Mit seinem Tonka Aroma bekommen deine Lieblingsrezepte einen ganz neuen Charakter.  

Kokosblütenzucker kann in seiner Verwendung nicht einfacher sein. Er kann herkömmlichen Zucker nämlich 1:1 ersetzen, da er ähnlich süß ist. 

 Wie nachhaltig ist Kokosblütenzucker als Alternative?

Auch bei Zuckeralternativen spielt Nachhaltigkeit eine große Rolle. Lange Transportwege und aufwendige Herstellungsverfahren können da schnell negative Auswirkungen haben. 

Kokosblütenzucker gilt allerdings als die nachhaltigste Zuckervariante. Der Zuckerersatz wurde sogar von der Food & Agriculture Organization (FAO) als nachhaltigster Zucker ausgezeichnet. Ein Grund für die Auszeichnung ist, dass auf einem Hektar Anbaufläche fast 75% mehr Zucker erzeugt werden kann als bei Zucker aus Zuckerrohr und das bei 20% niedrigerem Verbrauch von Wasser und Nährstoffen im Boden. 

 

Fazit: Kokosblütenzucker als gesunder Zuckerersatz beim Backen?

Kokosblütenzucker ist eine willkommene Alternative zu normalem Zucker. Sowohl der Nachhaltigkeitsaspekt als auch der aromatische Geschmack machen den Palmzucker zu einer guten Möglichkeit normalen Zucker zu ersetzen.

Dennoch schlägt auch Kokosblütenzucker mit einigen Kalorien zu Buche und ist für Diabetiker keine Alternative, um Zucker bedenkenlos zu ersetzen. Die einfache Handhabung und Verwendung als Streusüße überzeugen, vor allem beim Backen. 

Häufige Nutzerfragen

Was ist Kokosblütenzucker und wie wird er hergestellt?

Kokosblütenzucker wird aus dem Nektar der Kokospalme gewonnen: Die Blüten werden angeritzt, der austretende Nektar aufgefangen, eingekocht und getrocknet — danach wird er gemahlen zu braunem Zucker.

Ist Kokosblütenzucker kalorienärmer oder besser für den Blutzucker?

Der Kaloriengehalt liegt mit etwa 380–385 kcal pro 100 g nur geringfügig unter dem von Haushaltszucker (~400–405 kcal/100 g). Der glykämische Index (GI) ist laut einer Quelle mit ~54 etwas niedriger als bei normalem Zucker (~60), was den Blutzucker etwas langsamer steigen lassen kann.

Für wen ist Kokosblütenzucker geeignet und wo sind seine Grenzen?

Kokosblütenzucker kann eine Alternative sein für Menschen, die auf ein karamelliges Aroma beim Backen oder Kochen Wert legen, auch für Veganer, da bei der Herstellung keine Tierprodukte benutzt werden müssen. Für Diabetiker:innen oder Personen, die stark auf den Zuckerkonsum achten, ist er jedoch keine „gesunde Lösung“: Der Zucker wirkt ähnlich wie normaler Zucker, und der gesundheitliche Vorteil durch Spurenelemente ist gering.

Löst sich Kokosblütenzucker beim Backen genauso gut auf wie Haushaltszucker?

Kokosblütenzucker kann gewöhnlich 1:1 wie Zucker eingesetzt werden, aber im Teig löst er sich oft langsamer und vollständig auf. Das kann dazu führen, dass Gebäck weniger locker bzw. fluffig wird. Der karamellige Geschmack bleibt jedoch erhalten und verleiht einen malzig-karamellartigen Geschmack.

Unsere beliebtesten Backzutaten

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Es gibt Rezepte, bei denen man schon nach dem ersten Bissen weiß: Das wird ab jetzt jedes Jahr gebacken. 🍂 

Die Kombination aus aromatischen Feigen und knackigen Nüssen macht diese Tarte einfach unwiderstehlich.

Das braucht ihr:
160 g Zucker
100 g Butter oder Margarine
160 g Mehl
3 Eier, davon 1 Ei getrennt
8 Feigen
30 g Walnüsse, gehackt
50 g RUF Mandel Krokant
1 Pck. RUF Porridge Nut Mix
1 TL Backpulver
200 g Frischkäse
300 ml Sahne
2 Pck. RUF Sahnefest
1 TL Vanille Extrakt
40 ml Wasser

So geht’s:
Für den Mürbeteig alle Zutaten verkneten, in eine gefettete Form (Ø 26 cm) drücken und einen ca. 2 cm hohen Rand formen. Porridge, Eier, Backpulver und Krokant fein pürieren, auf dem Teig verteilen und mit geviertelten Feigen und Walnüssen belegen. Bei 180 °C Ober-/Unterhitze ca. 35 Minuten backen und auskühlen lassen. Sahne mit Sahnefest steif schlagen, Frischkäse, Zucker und Vanille Extrakt verrühren und die Sahne unterheben. Die Creme auf der Tarte verstreichen. Wasser und Zucker 5 Minuten köcheln, Feigenscheiben und Walnüsse durch den Sud ziehen und bei 200 °C 15 Minuten karamellisieren. Auskühlen lassen, auf der Tarte verteilen und nach Belieben mit Mandel Krokant bestreuen. ✨

Speicher dir das Rezept unbedingt für deinen nächsten gemütlichen Herbstnachmittag ab – und verrate uns: Bist du auch Team Feige? 📌
Sorry an alle anderen Kürbiskuchen - aber der hier ist jetzt unser Favorit 🧡 Super saftig, herbstlich und definitiv kein Kuchen, der lange auf dem Tisch steht.

Das braucht ihr:
200 g Kürbispüree ca. ½ Hokkaido
100 g Butter
150 g brauner Zucker
2 Eier
½ Pck. RUF Bio Pumpkin Spice
1 Pck. RUF Bio Bourbon Vanille Zucker
175 g Mehl
1 Msp. Salz
2 TL RUF Bio Weinstein Backpulver
200 g Frischkäse
100 ml Sahne
60 g Puderzucker
Rosmarin Zweige
Walnüsse

So geht's:
Kürbis würfeln, weich kochen, pürieren und etwas abkühlen lassen. Butter und Zucker schaumig schlagen, Eier nach und nach unterrühren. Kürbispüree, Mehl und Gewürze dazugeben und alles verrühren. Den Teig in eine Springform (Ø 26 cm) füllen und bei 180 °C Ober-/Unterhitze ca. 35 Minuten backen. Anschließend vollständig auskühlen lassen.
Für das Topping Sahne, Frischkäse und Puderzucker aufschlagen und auf dem Kuchen verteilen. Mit Walnüssen, Rosmarinzweigen und feinen Kürbisstreifen dekorieren.

Wer würde sich direkt das größte Stück sichern? 👀

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KÜRBISSAION
Wir erklären die Kürbissaison offiziell für eröffnet! 🎃 Und wie könnte sie besser starten als mit saftigen Kürbis-Cheesecake-Brownies? Schokoladiger Brownieteig trifft auf eine cremige Kürbis-Frischkäse-Masse mit Zimt und Muskat - inklusive hübschem Swirl.

Das braucht ihr:
1 Pck. RUF Brownies Classic
125 g Butter
2 Eier Größe M
1 TL RUF Gourmet Vanille Extrakt Paste
125 ml Wasser
150 g Hokkaido-Kürbis
100 g Frischkäse
30 g Zucker
1 Prise Muskat
1 Prise Zimt
etwas Fett für die Backform oder Airfryer-Backform
Backpapier für den Airfryer

So geht’s:
Brownieteig nach Anleitung zubereiten und in die Backform geben. Kürbis würfeln, etwa 10 Minuten weich kochen, pürieren und abkühlen lassen. Anschließend mit Frischkäse, Ei, Zucker und Gewürzen verrühren und auf dem Brownieteig verteilen. Beide Massen mit einer Gabel oder einem Holzstäbchen ineinanderziehen. Im Backofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze ca. 30 Minuten backen – alternativ im Airfryer bei 160 °C ca. 25–28 Minuten.

Speichert euch das Rezept für die Kürbissaison ab und schickt es an jemanden, der bei Kürbis und Schokolade sofort dabei ist! 🧡

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