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Birnen-Schoko-Kuchen

Des Dichters süßeste Versuchung

Samtig, süß und saftig – Birnen verzaubern unsere Gaumen im Herbst. Mit jedem Bissen erinnern wir uns an unsere Schulzeit zurück, zu der wir fleißig das Gedicht „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ von Theodor Fontane auswendig lernten und auf dem Schulfest vortrugen. Freigebend verschenkte Herr von Ribbeck seine Birnen an vorbeikommende Kinder, die sich an den leuchtenden Früchten erfreuten.

Herr von Ribbeck wäre aber mit Sicherheit auch über einen Birnenkuchen erfreut gewesen. Denn ob als Birnenkuchen vom Blech, mit Streuseln, als Tarte oder mit feinem Schokoladenkuchenteig – ein saftiger Birnenkuchen lässt die Gemüter erstrahlen.

Wir haben uns für die Kombination Birne und Schokolade entschieden. Für den Schoko-Rührteig nutzen wir unseren Schokokuchen. Die Konsistenz des dunklen Teigs ist schön fest, so versinken die Birnenscheiben und Stücke nicht. Die herb süße Schokonote unterstreicht außerdem das feine Aroma der Birne.

Du bist noch auf der Suche nach einem leckeren Birnenkuchen-Rezept? Dann bist du hier genau richtig. Dieser Birnenkuchen ist ganz einfach, schnell zubereitet und extrem lecker!

P.S.: Wer nun fleißig versucht das komplette Gedicht aufzusagen, der kann seine Gedicht-Aufsagkünste unter dem Rezept auffrischen 😉 

Zutaten

... für den Teig
  • 4 große Birnen
  • 1 Zitrone
  • RUF Schokokuchen
  • 175 g weiche Margarine oder Butter
  • 3 Eier (Größe M)
  • 100 ml Milch (1,5 % Fett)
... außerdem

Zubereitung

Birnen schälen und schneiden:

  1. Birnen schälen, vierteln, entkernen und 1-2 Birnen in feine Spalten schneiden. Den Rest in kleine Würfel schneiden.
  2. Die Zitrone auspressen und die Birnenscheiben sowie Stücke mit dem Zitronensaft beträufeln.

Teig zubereiten und backen:

  1. Nun den Backofen auf Ober-/Unterhitze 180 °C (Umluft 160 °C) vorheizen.
  2. Die Backmischung, weiche Margarine oder Butter, Eier und Milch in eine Rührschüssel geben und mit dem elektrischen Handrührgerät (Rührbesen) erst kurz auf niedrigster Stufe, dann auf höchster Stufe ca. 3 Minuten cremig rühren.
  3. Anschließend die vorbereiteten Birnenwürfel unterheben.
  4. Eine Kastenform (25 cm) mit unserem Backtrennspray einsprühen (alternativ fetten und mehlen) und den Teig hineingeben sowie glatt verteilen.
  5. In der Mitte längs entlang die Birnenspalten fächerartig leicht eindrücken.
  6. Den Kuchen im vorgeheizten Ofen auf mittlerer Schiene ca. 50-60 Minuten backen. Vor dem Herausnehmen mit einem Holzstäbchen prüfen, ob der Kuchen durchgebacken ist.
  7. Nach dem Backen den Kuchen aus der Form lösen und zum Auskühlen auf ein Kuchengitter stellen.
  8. Wenn der Kuchen erkaltet ist, kannst du den in der Packung beiliegenden Puderzucker in ein Sieb geben und auf dem Kuchen gleichmäßig verteilen.

Gedicht „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit

Und die Birnen leuchteten weit und breit,
Da stopfte, wenn’s Mittag vom Turme scholl,
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er: »Junge, wiste ’ne Beer?«
Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick hebb ’ne Birn.«

So ging es viel Jahre, bis lobesam
Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.

Er fühlte sein Ende. ’s war Herbsteszeit,
Wieder lachten die Birnen weit und breit;
Da sagte von Ribbeck: »Ich scheide nun ab.
Legt mir eine Birne mit ins Grab.«
Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,
Trugen von Ribbeck sie hinaus,
Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht
Sangen »Jesus meine Zuversicht«,
Und die Kinder klagten, das Herze schwer:
»He is dod nu. Wer giwt uns nu ’ne Beer?«

So klagten die Kinder. Das war nicht recht –
Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht;
Der neue freilich, der knausert und spart,
Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt.
Aber der alte, vorahnend schon
Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn,
Der wußte genau, was damals er tat,
Als um eine Birn‘ ins Grab er bat,
Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus
Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.

Und die Jahre gingen wohl auf und ab,
Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,
Und in der goldenen Herbsteszeit
Leuchtet’s wieder weit und breit.
Und kommt ein Jung‘ übern Kirchhof her,
So flüstert’s im Baume: »Wiste ’ne Beer?«
Und kommt ein Mädel, so flüstert’s: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick gew‘ di ’ne Birn.«

So spendet Segen noch immer die Hand
Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

Theodor Fontane, 1889