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Historie

100 Jahre Erfolgsgeschichte

Gründungsjahre

Am 16. November 1920 legten Clemens Rump und Hubert Flerlage den Grundstein für das heutige Unternehmen RUF – zunächst bekannt unter dem Namen Rump & Flerlage oHG. Dass ihre Idee, einer Fabrik zur Herstellung von Pudding- und Cremepulver in den nächsten knapp 100 Jahren eine so enorme Entwicklung macht, hätten sich beide wohl nicht im Entferntesten ausgemalt. Doch mit dem fachmännischen Know-how Hubert Flerlages für die Herstellung von Puddingpulver und durch Clemens Rumps solides kaufmännische Wissen mit unternehmerischem Ehrgeiz, entstand ein Unternehmen, dessen Leitgedanke sich bis heute bewährt hat: Beste Qualität zu einem angemessenen Preis.

Diesen Anspruch sollte natürlich auch die Firmen- und Produktmarke widerspiegeln. So entstand letztlich aus den Anfangsbuchstaben der Namen Rump und Flerlage das neue Markenzeichen RUF.

Der Anfang

Gerade einmal mit 30.000 Mark Betriebskapital und folgendem Warenbestand ging das Unternehmen an den Start:

  • 133 Pfund Kartoffelmehl
  • 96 Pfund Tapiokamehl
  • 1 Kilo Vanillin
  • 2 Kilo Mandelgewürzaroma

Auch die Geschäftsausstattung war zur Anfangszeit recht klein, mit dem die Gründer in das kleine Betriebsgebäude an der Oldenburger Straße in Quakenbrück zogen:

  • eine Abfüllmaschine mit Motor und Zubehör
  • zwei Treibriemen
  • zwei Holzgefäße und ein Tisch mit Böcken.

Neue Art Dessert versprach Zukunft für RUF

Doch was den Gründern an Material und Ausstattung fehlte, machten sie mit Idealismus und harter Arbeit mehr als wett. Denn die Gründerjahre waren herausfordernd: Nach dem Ersten Weltkrieg herrschten hohe Arbeitslosigkeit und Inflation in Deutschland.

Im November 1923 waren 1 Billion Papiermark gerade noch eine Mark in Gold wert. Alle Bürger waren gezwungen den Pfennig dreimal umzudrehen. Niemand konnte es sich jetzt noch leisten, einen Pudding aus zwölf Eiern, viel Butter und Zucker zu kochen, wie die alten Rezepte es vorschrieben. Die Menschen sehnten sich jedoch danach, sich wieder ein wenig zu verwöhnen.

Neue Desserts kamen in Mode und in Kochbüchern tauchten Rezepte für Pudding auf, die eigentlich Flammeries aus Stärkepulver und aromatischen Zusätzen wie Vanille oder Schokolade waren.

Diese Art Pudding versprach Zukunft. Clemens Rump und Hubert Flerlage hatten den „richtigen Riecher“ für den neuen Trend bewiesen. Doch es gab schon mehrere große Puddingpulver-Hersteller in Deutschland. Aus diesem Grund erfolgte die Warendistribution anfangs nur regional in einem Umkreis bis maximal 50 Kilometer.

Auszeichnung für RUF

Trotz großer Konkurrenz ging es aufwärts. Das Unternehmen wurde solide geführt und konnte sich im Wettbewerb behaupten. Das lag insbesondere an der hohen Qualität der RUF-Produkte, die 1927 mit Gold- und Silbermedaillen auf der Norddeutschen Kochkunst- und Gewerbeausstellung ausgezeichnet wurden.

Im Jahr 1930 zog sich Hubert Flerlage aus der Firma zurück und Clemens Rump führte das Unternehmen RUF alleine weiter.

Die Jahre des Zweiten Weltkrieges wurden zu einer weiteren schweren Belastungsprobe. Das Geheimnis eines guten Puddings sind seine Zutaten – gerade die gab es nur auf Lebensmittelkarte. Da RUF preiswerte Basisprodukte herstellte, konnte sich das Unternehmen nach Kriegsende und in der Währungsreform behaupten.

Aufschwung für Wirtschaft und das Unternehmen

Mit dem „Wirtschaftswunder“ kam auch der Aufschwung für RUF. Schon bald war das alte Betriebsgebäude zu klein, weshalb dies in mehreren Abschnitten erweitert wurde. Auch leistungsfähigere Maschinen wurden angeschafft, um die Nachfrage der Verbraucher stillen zu können.

Neue Kontakte zum Handel bahnten sich an und schon bald fuhren Lastwagen kreuz und quer durch Deutschland, um die Regale der Supermärkte mit Produkten der Marke RUF zu füllen. Nachdem es in den ersten Jahren nach dem Krieg darum ging, „satt zu werden“, verlangten die Verbraucher nun nach hochwertigeren, nicht alltäglichen Produkten.

RUF war damit sehr erfolgreich und baute das Sortiment weiter aus: Feinkostpuddinge, Früchtedesserts, Schnellpuddinge ohne Kochen, Instant-Desserts, Backmischungen, Kuchenglasuren, Backzutaten und viele andere süße Spezialitäten kamen hinzu.

Die neuen Werkhallen mit modernsten Anlagen und eine eigene Entwicklungsabteilung ermöglichten es, den steigenden Anforderungen und der ständig steigenden Nachfrage gerecht zu werden.

Das Unternehmenskonzept – Qualität zu günstigen Preisen – wurde vom Handel und von den Verbrauchern honoriert. Aber nicht nur die Produktion, sondern auch das Look & Feel des Unternehmens wurde stetig angepasst. Mit den neuen modernen Produktionsanlagen kam ein neues Logo, dass die Produkte RUFs im neuen Design präsentierte.

Im Zeichen der Expansion

Ab Anfang 1986 wurden bei RUF natreen-Desserts exklusiv für den deutschen Markt produziert und distribuiert. Nationale Gemeinschaftswerbung unter dem Slogan: „natreen macht das süße Leben leichter“, hat das umfangreiche Sortiment kalorienreduzierter Produkte national zu einem Begriff werden lassen.

In den 1990er Jahren wurde klar, dass in Quakenbrück der weitere Ausbau der Produktion schwierig werden könnte. So entstand ab 1991 im benachbarten Essen (Old.) eine weitere Produktionsstätte mit einer Reihe neuer Verpackungsstationen sowie ein neues Fertigwarenlager.

Ab Mitte 1998 erfolgte die gesamte Puddingpulver- und Backzutatenproduktion in Essen (Old.).

Bis heute wächst das Unternehmen stetig. Durch den steigenden Export können Verbraucher international RUF-Produkte beziehen.

Immer auf der Suche nach den neusten Trends entwickelt die eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung neue Produkte, unter anderem auch für die Bereiche der glutenfreien, veganen und auf Bioqualität bezogene Ernährung. Mit rund 300 Produkten setzt RUF auf eine breite, gut abgestimmte Produktpalette. Immer mit Blick auf wachsenden Anspruch nach hohem Genusswert und problemloser Zubereitung.