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Kokosblütenzucker: Wie gesund ist der Zuckerersatz wirklich?

2. Dezember 2021

Tipps

Die Nachfrage nach Alternativen zu herkömmlichem Zucker steigt. Eine von vielen Zuckeralternativen ist der Kokosblütenzucker. Dem Zuckerersatz aus den Blüten der Kokospalme eilt der Ruf voraus eine besonders gesunde Alternative zu raffiniertem Zucker zu sein. Ist Kokosblütenzucker gesünder als raffinierter Zucker?

Was ist Kokosblütenzucker?

Kokosblütenzucker findet sich seit einigen Jahren in den Regalen in jedem gut sortierten Supermarkt und ist in den heimischen Küchen mittlerweile weit verbreitet. Vor allem zum Süßen von Desserts oder beim Backen von Kuchen und Torten wird der vermeintlich gesunde Zuckerersatz gerne verwendet. 

Der hierzulande erhältliche Kokosblütenzucker wird oft auch als Palmzucker bezeichnet. Grund dafür ist, dass die Zuckeralternative aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt wird. Palmen, vor allem die Nipapalme oder Palmyrapalme, wachsen in Regionen mit tropischem Klima, sodass der Kokoszucker recht lange Transportwege hat. In diesen Ländern wird Kokosblütenzucker hergestellt: 

  • Afrika
  • Karibik
  • Sri Lanka
  • Indien
  • Pakistan 
  • Südostasien 

Der in Deutschland erhältliche Kokoszucker stammt dabei allerdings meist aus Südostasien. Dort ist der Zuckerersatz schon seit langer Zeit ein willkommenes Süßungsmittel. Je nach Anbauregion können sich die Farbe und der Geschmack des Palmzuckers unterscheiden. Während der Kokoszucker aus Indien oder Pakistan im Geschmack intensiv ist und eine dunklere Färbung aufweist, ist das Produkt aus Südostasien meist heller und feiner im Geschmack.

Backen ohne Zucker: Tipps, Tricks und tolle Alternativen

Herstellung von Kokosblütenzucker

Hergestellt wird der Kokoszucker also aus dem Nektar der Palme. Doch von der Ernte bis in die heimischen Supermärkte ist es ein weiter Weg.

Anders als bei der Produktion von raffiniertem Zucker, erfolgt die Ernte und Herstellung von Kokosblütenzucker in den genannten Ländern in mühevoller Handarbeit auf kultivierten Kokospalmplantagen. 

Der Rohstoff wird also aus dem Nektar der Palme gewonnen. In der Krone der Palme wachsen in der Regel die Kokosnüsse. Bindet man die Blüten allerdings ab und schneidet sie an, so läuft aus ihnen der klare und süße Nektar der Kokospalme heraus. Pro Tag kann man einer einzigen Palme bis zu vier Liter des Nektars entnehmen und daraus anschließend etwa 1 kg Kokosblütenzucker herstellen. Der Nektar wird direkt nach der Ernte weiterverarbeitet, um das Gären des Saftes zu verhindern. 

Durch Einkochen und Trocknen wird das Produkt soweit vorbereitet, dass die Masse im letzten Schritt der Herstellung gemahlen werden kann. Nach dem Mahlen liegt dann ein feine, braune Streusüße vor: Der Kokosblütenzucker.

Du möchtest mehr über Zuckeralternativen erfahren?

In diesem Beitrag zeigen wir dir, welche Produkte wirklich gesund sind und in der Küche nicht fehlen sollten. Du erfährst welche Zuckeralternativen es gibt und welcher Zuckerersatz sich zum Backen eignet. Denn der Verzicht auf Zucker bedeutet nicht, dass du auf deine Lieblingsrezepte verzichten musst.

Hier gehts zum Beitrag
Zuckeralternativen: Welche Zuckerersatzstoffe sind wirklich gesund?

Kokosblütenzucker vs Zucker?: Ein Vergleich

Gerade der Vergleich zu normalem Zucker verrät mehr über die Eigenschaften des Kokosblütenzucker. Wie steht es um Nährstoffe, Kalorien und den glykämischen Index? 

Wie nährstoffreich ist Kokosblütenzucker?

Vergleicht man Kokosblütenzucker mit normalem, weißem Zucker, so zeigt sich, dass der Zuckerersatz aus Südostasien einige Mikronährstoffe enthält. Neben Inulin, ein Ballaststoff der eine gesunde Darmflora fördert, enthält die Streusüße auch Eisen, Kalium sowie Zink.

Dennoch ist der Gehalt der genannten Mikronährstoffe insgesamt eher gering, vergleicht man das Vorkommen mit den Nährstoffen in Obst oder Vollkorn. Um die gleiche Menge der Nährstoffe aufzunehmen, müsste eine riesige Menge Kokosblütenzucker konsumiert werden. Das wiederum wäre eher gesundheitsschädlich als fördernd. Außerdem ist auch der vermeintlich gesunde Zuckerersatz eine wahre Kalorienbombe.

  • 100 g Kokosblütenzucker haben etwa 380 kcal
  • Normaler weißer Zucker liegt bei etwa 400 kcal pro 100 g

Die Vor- und Nachteile von Kokosblütenzucker

Alternative für die vegane Küche

Gerade für die vegane Küche kann der Kokosblütenzucker ein tolles Produkt sein. Nun könnte man ja meinen, dass auch herkömmlicher Raffinadezucker vegan sein muss, wird er doch schließlich aus Zuckerrübe oder Zuckerrohr hergestellt. Während der Herstellung wird allerdings oft Tierkohle als Filterstoff verwendet. Bei der Herstellung von Kokoszucker wird darauf allerdings verzichtet. 

Niedriger glykämischer Index

Der glykämische Index von Kokosblütenzucker ist im Vergleich zu normalem Haushaltszucker etwas geringer. Während der glykämische Index  (GI) von Kokoszucker bei 54 liegt, hat herkömmlicher raffinierter Zucker einen glykämischen Index von 60. 

Kokosblütenzucker: Das müssen Diabetiker wissen

Auch wenn der glykämische Index von Kokoszucker etwas niedriger ist, müssen Diabetiker leider auch bei Kokosblütenzucker darauf achten ihn nur in kleinen Mengen zu verzehren. Zwar steigt der Blutzuckerspiegel im Vergleich zu normalen Zucker etwas langsamer, dennoch ist Kokosblütenzucker kein Ersatz für raffinierten Zucker.

Kürbiskuchen Rezept

Kochen und Backen mit Kokosblütenzucker: So gelingt es

Wie kannst du nun deine Lieblingsrezepte backen und dabei Zucker durch Kokosblütenzucker ersetzen? Das ist leichter als gedacht.

Grundsätzlich eignet sich Kokosblütenzucker geschmacklich hervorragend zum Backen oder zum Süßen von Desserts oder hausgemachten Eistees oder Limonaden.
Der Geschmack ist nämlich angenehm malzig und erinnert an Karamell. Gerade für nussige, schokoladige oder weihnachtliche Rezepte kann der Kokosblütenzucker eine tolle aromatische Ergänzung sein.
Eine ganz besondere Note verleiht auch der Bio Kokosblütenzucker mit Tonka. Mit seinem Tonka Aroma bekommen deine Lieblingsrezepte einen ganz neuen Charakter.  

Kokosblütenzucker kann in seiner Verwendung nicht einfacher sein. Er kann herkömmlichen Zucker nämlich 1:1 ersetzen, da er ähnlich süß ist.

Wie nachhaltig ist Kokosblütenzucker als Alternative?

Auch bei Zuckeralternativen spielt Nachhaltigkeit eine große Rolle. Lange Transportwege und aufwendige Herstellungsverfahren können da schnell negative Auswirkungen haben. 

Kokosblütenzucker gilt allerdings als die nachhaltigste Zuckervariante. Der Zuckerersatz wurde sogar von der Food & Agriculture Organization (FAO) als nachhaltigster Zucker ausgezeichnet.
Ein Grund für die Auszeichnung ist, dass auf einem Hektar Anbaufläche fast 75% mehr Zucker erzeugt werden kann als bei Zucker aus Zuckerrohr und das bei 20% niedrigerem Verbrauch von Wasser und Nährstoffen im Boden. 

Zuckeralternativen: Welche Zuckerersatzstoffe sind wirklich gesund?

Fazit: Kokosblütenzucker als gesunder Zuckerersatz beim Backen?

Kokosblütenzucker ist eine willkommene Alternative zu normalem Zucker. Sowohl der Nachhaltigkeitsaspekt als auch der aromatische Geschmack machen den Palmzucker zu einer guten Möglichkeit normalen Zucker zu ersetzen.

Dennoch schlägt auch Kokosblütenzucker mit einigen Kalorien zu Buche und ist für Diabetiker keine Alternative um Zucker bedenkenlos zu ersetzen.
Die einfache Handhabung und Verwendung als Streusüße überzeugen, vor allem beim Backen.

Die besten Rezepte mit unserem Kokosblütenzucker